FDP.Die Liberalen
Eglisau

Im Gespräch mit..... Eugen Hägi, Bezirksrat

Seit Juli 2017 amtet Eugen Hägi als Bezirksrat des Bezirks Bülach. Zuvor war er Mitglied der RPK in Eglisau und hat dieses Amt drei Jahre lang ausgeübt. Mit dem Einsitz als Bezirksrat musste er jedoch wie im Gemeindegesetz festgeschrieben, aus der Rechnungsprüfungskommission zurück treten. Was Eugen Hägi an der neuen Aufgabe gereizt hat, wie seine Aufgaben aussehen und welche ersten Erfahrungen er gemacht hat, das erzählt er uns im Kurzinterview:

Frage (F): Seit Juli 2017 bist Du im Amt. Wie geht es Dir?

Antwort (A): Es geht mir sehr gut! Die neue Aufgabe bringt sehr viele neue und spannende Themen. Ich kann sagen, eine grosse Bereicherung in meinem Alltag.

F: Wie ist es dazu gekommen, dass Du dich für dieses Amt interessiert hast?

A: Ich bin stolz auf das schweizerische Gemdeindewesen und Milizsystem. Trotz den immer höher werdenden Ansprüchen finde ich es wichtig, dass sich Bürger für den Fortbestand dieser Errungenschaft engagieren.

F: Was für Aufgaben hat der Bezirksrat?

A: Der kleine Rat mit nur drei Mitgliedern, inklusive der Präsidentin Karin Müller-Wettstein beaufsichtigt 22 Gemeinden, Zweckverbände, öffentlich rechliche Anstalten und gemeinnützige Stiftungen des Bezirks Bülach. Daneben ist er Gerichtsinstanz für Aufsichtsbeschwerden und Rekurse in verschiedenen Bereichen. Da geht es einerseits um die Einhaltung des Gemeindegesetzes sowie auch um Streitigkeiten mit der KESB oder beispielsweise bei Schulwegrekursen. Oft gibt es bei solchen Fällen persönliche Anhörungen und Gespräche. Eine weitere Aufgabe ist die Kontrolle von Grundstück Erwerb durch Personen im Ausland (Lex Koller).

F: Wieviel Zeit investierst Du für dieses Amt und lässt es sich mit dem beruflichen vereinbaren?

A: Das Pensum wird mit 26% einer Vollzeitstelle bewertet. In den ersten Wochen habe ich jedoch mehr Zeit eingesetzt. Da die Themen doch recht komplex sind und das Studium der Unterlagen ziemlich viel Zeit beansprucht. Mein Arbeitgeber ist grosszügigerweise gegenüber politischer Arbeit positiv eingestellt und ich kann die Termine, die ich jeweils im Voraus planen kann, gut einteilen.

F: Welches sind die grössten Herausforderungen?

A: Sicher bei den Gemeindevisitationen die richtige Mischung zu finden. Wir sind ja keine Polizisten, müssen jedoch unserer Verantwortung als Aufsichtsbehörde gerecht werden. Es kommt vor, dass Behördenmitglieder zerstritten sind oder Fehler in Abläufen und Prozessen bestehen. Solche Situationen mit Fingerspitzengefühl zu lösen ist für mich sehr wichtig.

F: Was sind die ersten Erkenntnisse?

A: Die vom Bezirksrat zu fällenden Entscheide bei Aufsichtsbeschwerden und Rekursen beruhen auf Rechtsgrundlagen und erfordern gute Kenntnisse der Gesetzgebung und vorangegangenen Gerichtsentscheiden. In Zusammenarbeit mit den Bezirksratsschreiberinnen und dem Sekretariat, können die Entscheide professionell gefällt werden.

Wir danken für das Gespräch und wünschen Dir weiterhin alles Gute im "neuen" Amt! 

Im Gespräch mit..... Eugen Hägi, Bezirksrat